Kostenloses Beschneidungsprojekt für bedürftige Kinder
Im Rahmen seines humanitären Engagements führte der Ärzteverein für Afghanische Flüchtlinge e. V. (AFAF) im Februar 2026 ein medizinisches Hilfsprojekt in einem Camp für Binnenvertriebene in Mazar-i-Sharif durch.
In den dortigen Lagern leben zahlreiche Familien unter schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen. Für viele betroffene Familien war es aus finanziellen Gründen nicht möglich, die notwendige medizinische Beschneidung ihrer Söhne fachgerecht durchführen zu lassen. Die Beschneidung ist kulturell und religiös verankert und wird traditionell im Kindesalter durchgeführt. Ziel des Projektes war es daher, diesen Kindern einen sicheren, hygienischen und medizinisch begleiteten Eingriff zu ermöglichen und gesundheitliche Risiken zu vermeiden.
Die Koordination und fachliche Begleitung erfolgte im Rahmen einer Monitoring-Reise durch den Vorsitzenden von AFAF, Herrn Dr. Zulfacar aus Detmold.
Im Rahmen des Projektes:
- erhielten insgesamt 45 Kinder eine fachgerechte medizinische Beschneidung,
- wurden die Eingriffe von qualifiziertem medizinischem Personal unter Einhaltung strenger hygienischer Standards durchgeführt,
- erfolgte eine angemessene Nachsorge einschließlich der Bereitstellung notwendiger Medikamente und Schmerzmittel zur Vermeidung von Komplikationen,
- wurden sämtliche Leistungen für die betroffenen Familien vollständig kostenfrei erbracht.
Durch diese Maßnahme konnte ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitsprävention und zur Unterstützung besonders vulnerabler Familien geleistet werden. Die Sicherstellung medizinischer Basisversorgung für benachteiligte Bevölkerungsgruppen steht im Mittelpunkt der humanitären Arbeit von AFAF.
AFAF engagiert sich seit vielen Jahren in den Bereichen Gesundheit, Bildung und humanitäre Hilfe und wird auch künftig dort Unterstützung leisten, wo sie am dringendsten benötigt wird.
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