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Einblicke in die Poliklinik in Chewa

Einige Momentaufnahmen der Poliklinik in Chewa.

jetzt kommentieren? 26. September 2014

Jahresbericht 2012

Liebe Spenderinnen, liebe Spender,

wir möchten Ihnen für Ihre Spendenbereitschaft danken und Ihnen kurz über die Verwendung der Spenden im Jahre 2012 berichten:

Poliklinik Chewa

Die Poliklinik in Chewa, im Osten Afghanistans, wurde vor 6 Jahren gebaut und seitdem ist die Zahl der Patienten von 6 760 auf 11 094 jährlich gestiegen, davon 70 % Frauen und Kinder.

Poliklinik in Chewa Afghanistan

Poliklinik in Chewa –  Ein erfolgreiches Projekt des AFAF e.V.

 

Einfache Laboruntersuchungen sind kostenlos, Medikamente werden 70 % billiger abgegeben.
Es wird eine Gebühr von 5 Afghani (etwa 2 Cent) pro Patient erhoben und sehr arme Patienten ( 20 % ) werden kostenlos behandelt. Einmal wöchentlich werden Impfungen durch das öffentliche Gesundheitswesen durchgeführt.
Mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) soll 2013 eine Solarenergieanlage installiert werden.
Die jährliche Unterstützung durch den Ärzteverein für Afghanische Flüchtlinge (AFAF e.V.) beträgt im Durchschnitt 15 000,00 Euro.

Schulprojekt in Chewa

Die Schule in Chewa wurde vor 5 Jahren erbaut und hatte anfänglich 4 Klassenräume.
Im Jahr 2011 wurden aufgrund des starken Andrangs 2 weitere Räume angebaut.

Afghanistan_Chewa_Schulprojekt_Mädchen_AFAF.e.V

 

Die Schülerzahl betrug zu Beginn 191 ( 115 Jungen und 76 Mädchen ) und stieg in diesem Jahr auf 466 an, wobei der Anteil der Mädchen ( 213 , Jungen 253 ) mittlerweile fast 50 % beträgt. Die Zahl der Lehrer erhöhte sich von 4 auf derzeit 12 Lehrkräfte. Die Abschlussklasse wird jetzt nach 9 (entspricht mittlerer Reife) anstatt nach anfänglich sechs Jahren erreicht.

 

Afghanistan_Chewa_Schulprojekt_AFAF_e.V.

Es muss aber immer noch, da die Klassenräume nicht ausreichen, Schichtunterricht durchgeführt werden. In diesem Jahr wurden 117 Kinder eingeschult.

 

Capacity  Building – Know How Transfer für den Aufbau des Gesundheitswesens

Zurzeit befinden sich 3 afghanische Kardiologen zur Weiterbildung  an einem Spezialgerät (Linksherzkatheter) im Klinikum Detmold . Das Gerät ermöglicht sofortige Eingriffe am Herzen und steht bisher in ganz Afghanistan nicht zur Verfügung. Es kann vom Klinikum Detmold auch günstig erworben werden und zum Erwerb sind Ihre Spenden dringend erforderlich. Auch wurde diese Idee dem Auswärtigen Amt und dem BMZ vorgestellt, eine Entscheidung dazu steht noch aus.

Dr. Jubran bei einer OP im Klinikum Lippe

Dr. Jubran bei einer OP im Klinikum Lippe

Dr. Zulfacar hat lange Jahre am Klinikum Detmold als Internist und Intensivmediziner gearbeitet und die Ausbildung an diesem Gerät gemeinsam durch eine Finanzierung durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst Deutschlands (DAAD) und der Unterstützung durch das Klinikum Lippe für die 4 Kollegen ermöglicht.

Afghanische Ärzte im Klinkum Lippe Detmold im Rahmen eines Capacity Building Austausches unterstützt durch den DAAD.

Diese Kollegen sind von Dr. Zulfacar im Rahmen eines humanitären Einsatzes in Afghanistan Anfang 2012 mit Hilfe der zuständigen Ministerien und Dienststellen ausgesucht worden. Eine weitere Ärztin konnte im Klinikum Detmold einen Weiterbildungs­platz in der Gynäkologie für 3 Monate erhalten und wird  finanziell durch den AFAF e.V. unterstützt . Es gibt zu wenig und zum großen Teil nicht ausreichend ausgebildete  Frauenärztinnen in Afghanistan.

Die vielen Flüchtlingslager im Land selbst (Binnenflüchtlinge) werden nicht ausreichend versorgt. Der AFAF e.V. überlegt eine ambulante ärztliche Versorgung einzurichten, leider fehlen uns hierzu die Mittel und eine erste Mittelanfrage dazu an das Auswärtige Amt wurde leider abgelehnt.

Lager von Binnenflüchtlinge in Kabul / Afghanistan

Liebe Spenderinnen und Spender, wir bedanken uns für Ihr Interesse an unserer Arbeit und vor allem für Ihre zum Teil jahrzehntelange finanzielle Hilfe.

Unser ganz besonderer Dank gilt der Horst- und Eva – Engelhardt – Stiftung in Mannheim.

jetzt kommentieren? 10. January 2013

Lippe hilft in Afghanistan

Hospitationen und Materiallieferungen nutzen dem Gesundheitswesen

Afghanistan ist bei uns oftmals nur in Zusammenhang mit Krieg, Bomben und Bundeswehr ein Thema. Doch es gibt auch eine andere Seite. Der Detmolder Arzt Dr. Ataullah Zulfacar kennt sie.

Am Sonntag fliegt Zulfacar einmal mehr nach Kabul. Eine erneute Hospitation von Ärzten aus der afghanischen Hauptstadt und Mazar-I-Sharif in Detmold will vorbereitet werden. Schon mehrfach waren afghanische Ärzte in Detmold.

Krankenhausbetten des Klinikums in Kabul Spenden des Detmolder Klinikums

Betten aus Detmold: In der Kinderklinik der Universität Kabul schlafen die kleinen Patienten in Spenden des lippischen Klinikums.

„Das Klinikum ist hier sehr engagiert“ sagt Zulfacar. Nun habe der Deutsche Akademische Austauschdienst die Zusage gegeben, drei Hospitationen zu finanzieren. „Dieser fachlich-menschliche Austausch ist sehr wichtig“, sagt Zulfacar. Denn er stützte das Engagement der Ärzte für den Aufbau ihres Landes. Auf den Staat setzt Dr, Zulfacar nicht mehr. Er sei zu ineffektiv und korrupt.

Hoffnung biete aber das persönliche Engagement Einzelner, zum Beispiel für die Verbesserung des Gesundheitswesens. Die afghanischen Ärzte verzichteten während ihrer Hospitation in Deutschland auf Einnahmen, aber die deutsche Ausbildung sei ihnen das wert, erklärte der Hiddeser. Er hofft, dass Engagement auch durch Sachspenden stützen zu können.

Klinikmaterial aus Detmold ist bereits mehrfach nach Afghanistan gegangen. Es gäbe die Bereitschaft im nächsten Jahr eine Herzkatheder-Messplatte ebenfalls abzugeben so der ehemalige Kardiologe des Klinikums. Das wäre dann die erste Einrichtung dieser Art im Land, und das Fachpersonal könnte die in Deutschland ausgebildeten Ärzte sein.

„Der Bedarf im Land ist da. Heute gehen Menschen mit Herzerkrankungen nach Pakistan, Indien oder Iran.“ Doch der Ärzteverein für Afghanische Flüchtlinge, für den Zulfacar sich engagiert, sei mit den Kosten für Transport und Aufbau überfordert. Der Detmolder hat deshalb hat deshalb schon beim Auswärtigen Amt um finanzielle Unterstützung gebeten.

Wenn Zulfacar am Montag nach dem Flug mit Zwischenstation in Istanbul in Kabul ankommt, wird ihn sein Weg auch in die Elendsviertel der ohnehin armen Hauptstadt Afghanistans führen. Immer wieder hat er dort große Gruppen von Inlandsflüchtlingen gesehen, die aus den Land nach Kabul gekommen sind und dort auf brachliegenden Grundstücken kampieren, bis sie weggescheucht werden. „Kein Mensch kümmert sich um sie“, sagt er.

Für diese Flüchtlinge will er eine mobile Arztpraxis in einem Kleinbus anschaffen, umso eine medizinische Grundversorgung auszubauen. Zunächst müsse aber ermittelt werden, welche Kosten dadurch entstünden.

Autor: Thorsten Engelhardt

Veröffentlich in der Lippischen Landeszeitung am 18.02.2012

Link zum Artikel in der Lippischen Landeszeitung: http://tinyurl.com/8yzomzy

jetzt kommentieren? 18. February 2012

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